Saga Go-ryū (嵯峨御流) 

Die Saga Go-ryū  beruft ihre Wurzeln auf den japanischen Kaiser Saga (Amtszeit 809-823) als ihren Gründer. Seine Residenz in Kyoto wurde später zu einem buddhistischen Tempel umgewandelt und erhielt den Namen Daikaku-ji (大覚寺), welcher der Hauptsitz der Schule ist. Die Priesterprinzen des Daikaku-ji bildeten über Generationen hinweg den Kern der Saga Go-ryū und stellten auch den jeweiligen Grossmeister. 

Die Saga Go-ryū baut auf fünf Hauptstilarten auf: 
  • Shōgonka (荘厳華) ist die betont feierliche und beeindruckende Stilart, die für zeremonielle Anlässe der religiösen Tradition entwickelt wurde und die Prinzipien der esoterischen Rokudai Philosophie vereinigt. 
  • Seika (生花), die auf Himmel, Erde und Mensch basierende klassische Art, wurde zur Zierde des Alkovens erfunden und wird für Gäste oder Zeremonien zu Hause verwendet. 
  • Heika (瓶花) und Moribana (盛花) stellen die freie Stilart dar. Sie basieren auf der schönen natürlichen Landschaft der Saga-Umgebung und passen zu jeder Gelegenheit, sowohl als Chabana, die Teezeremonie begleitend, als auch als Bunjinbana, das Blumen-Arrangement als poetischer Ausdruck einer Stimmung. 
  • Die neueste Stilart, Shinshoka (心粧華), versucht, die essentiellen Grundlagen der Saga Go-ryū mit möglichst wenig, aber sorgfältig ausgewählten Materialien darzustellen. 
 
Kursleiterin 
 
Ann Buch (in memoriam